VKF - Verein zur Kunst- und Kulturförderung in den Neuen Ländern e.V

Verein zur Kunst- und Kulturförderung
in den Neuen Ländern e.V.

VKF - e.V.

21.09.2014

Joachimsthalsches Gymnasium -“ Initiative zur Gründung einer europäischen Internatsschule

Im Januar wurde der Förderverein Joachimsthalsches Gymnasium Templin e.V. gegründet. Der Verein verbindet Templiner, ehemalige Schüler und weitere Interessierte für das Projekt.

Während des Jahres kamen wir mit vielen Fachleuten für Bildung und Schule ins Gespräch. Etwa auf dem Deutschen Stiftungstag in Hamburg oder Veranstaltungen der ZEIT-Stiftung oder der Aktion „Lernen vor Ort“.  Im August veröffentlichten wir das Heft „Joachimsthalsches Gymnasium – Schule 2020“, das über Ort, Initiative und Chancen berichtet. Während des Herbstworkshops machten wir einzelne Gebäude des Ensembles winterfest. Dachschäden wurden behoben, Dachrinnen gereinigt. Zum abschließenden Konzert des Preußischen Kammerorchesters mit dem Flötisten Aaron Dan füllte sich die Aula fast bis auf den letzten Platz.

In zwei Fachklausuren im Oktober diskutierten Schul- und Bildungsexperten in Templin und Hamburg über mögliche Schulkonzepte eines neuen Joachimsthalschen Gymnasiums. In Templin berieten wir u.a. mit Dr. Rolf Mantler, langjähriger, ehemaliger Leiter des Internats Schondorf am Ammersee. In Hamburg waren wir zu Gast bei Prof. Dr. Werner Esser, mehrfacher Internatsschulleiter (Salem, St. Afra, Louisenlund). 

Der VKF lud im November an den Potsdamer Platz in die Berliner Räumen der Kanzlei FreshfieldsIBruckhausIDeringer zur Präsentation der Schulinitiative.  

Die Keynote hielt Prof. Dr. Werner Esser. Für ihn ist Europa aktuell vielfach in seiner Substanz und Form herausgefordert. Er verwies auf unabdingbare Werte, die es zu leben und am Leben zu erhalten gilt, um diese Substanz zu sichern. Der politische Integrationsprozess werde nicht durch einen entsprechenden zivilen Integrationsprozess begleitet. Vorurteile und Unstimmigkeiten innerhalb Europas nähmen wieder zu. Um diesen Trend anzuhalten und umzukehren, bedürfe es auch einer pädagogischen Antwort. Die zu entwickeln sei ein Gebot der Stunde mit langfristiger Wirkung.

Mit dem Historiker und Wirtschaftswissenschaftler Camillo Müller betrachteten wir die 350- jährige Schulgeschichte und erfuhren, welches die Konstanten im Wandel der Schule waren. Der Architekt Friedrich Waldthausen überzeugte uns bei einer virtuellen Ortsbegehung vom architektonischen Wert des Schulensembles, dessen Schlichtheit und Schönheit einen idealen Rahmen für eine moderne Schule bietet. 

Den Europäer von morgen zu bilden, darin sehen wir einen der beiden Bildungsaufträge eines neuen Joachimsthalschen Gymnasiums. In dem Leitspruch des Joachimsthalschen Gymnasiums, dem zeitlosen „DIC CUR HIC“: „Sage wozu Du hier bist!“, sehen wir den zweiten. Ziel einer solchen Schule muss es sein, den Status einer Europäischen Schule, einer schola europaea zu erlangen. Bislang gibt es nur 23 solcher Schulen in Europa. Sie verfolgen ein europäisches Unterrichts- und Erziehungsmodell. Nach der 12. Klasse wird mit einem Europäischen Baccalaureat abgeschlossen, Hochschulzugangsberechtigung in der EU, den USA, Kanada und der Schweiz.

Drei finanziellen Herausforderungen sieht sich die Initiative gegenüber: Kurzfristig, den Kaufpreis für die Immobilie aufzubringen. Mittelfristig, das denkmalgeschützte Schulensemble zu sanieren. Langfristig, den wirtschaftlichen Betrieb der Internatsschule zu gewährleisten.

Es ist Aufgabe des Projektbüros zusammen mit dem Projektteam, weiteren Unterstützern und Fachleuten, Lösungsansätze und Antworten auf diese Herausforderungen zu erarbeiten.

Der VKF hat für das Projektbüro seit 1. Dezember drei Arbeitsplätze in einem Großraumbüro des sog. betahauses in Berlin-Kreuzberg angemietet. V.r.n.l. Jan Engelhardt, Louisa Uslar, Ferdinand Saint André-Arnim. 

Was sind nächste Schritte? Der VKF wird zu weiteren Präsentationen der Initiative in große Städte einladen.Die nächste Präsentation findet im Düsseldorfer Industrieclub am Donnerstag, dem 29.01.2015 statt. Was haben wir mit diesen Veranstaltungen vor?

1607 gründete Kurfürst Joachim Friedrich von Brandenburg eine Schulstiftung. 350 Jahre hat sie bestanden. Genau das, die Gründung einer Schulstiftung ist auch heute unser Ziel. Hierzu suchen wir Gründungsstifter, die sich mit der Idee des neuen Joachimsthalschen Gymnasiums verbinden möchten. Gründungsstifter, die mit einer substanziellen Zustiftung helfen, den Grundstock einer neuen Schulstiftung zu legen. Wir hoffen und sind darauf angewiesen, diese Personen zu finden – für eine Zukunft der traditionsreichen Schule und für eine Stärkung der europäischen Idee. 

Für das Projektbüro – Ferdinand Saint André-Arnim

 

Die Finanzierung des Projektbüros und kommender Präsentationsveranstaltungen ist fast zusammen. Mit unserem Spendenaufruf per Mail haben wir 7.500,00 Euro erhalten. Vielen herzlichen Dank!  Es fehlen nur noch 4.500,00 Euro. 

Wir bitten Euch, dieses Projekt mit einer Spende zu unterstützen!

Das Spenden geht ganz einfach: schreibt einfach eine Mail an vkf-ev@gmx.de und nennt die Höhe der Spende und Eure IBAN- und BIC-Nummer und wir ziehen den Betrag dann über SEPA-Lastschrift ein. Für diejenigen, die dem VKF ein Lastschriftmandat schon erteilt haben, reicht die Höhe der Spende. Ihr erhaltet umgehend eine Spendenbescheinigung und außerdem unsere Zusage, dass diese Spende nur für die Wiederbelebung des Joachimsthalschen Gymnasiums verwendet wird.

PS. Darüber hinaus sind wir Euch für jeden Hinweis dankbar, welchen potentiellen Förderer oder Unterstützer wir ansprechen sollten bzw. zu einer der Veranstaltungen einladen sollten.

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