VKF - Verein zur Kunst- und Kulturförderung in den Neuen Ländern e.V

Verein zur Kunst- und Kulturförderung
in den Neuen Ländern e.V.

VKF - e.V.

30.08.2013

Eine Begegnung der besonderen Art -“ der VKF setzt sich für das JG ein.

[Auszug aus einem Rundschreiben eines alten Joachimsthalers an seine Mitschüler]

Ich kann wohl voraussetzen, daß man den letzten Rundbrief aufmerksam gelesen hat, ich also nicht mehr erklären brauche, was der VKF (Verein zur Kunst- und Kulturförderung in den neuen Bundesländern e.V.) ist und macht. Er hatte im Mai seine erste Aktion auf dem JG veranstaltet und eine weitere zum 30.08. bis 01.09.2013 angekündigt.

Heinz-Jürgen Vogels und ich nahmen an diesem zweiten Wochenende teil.

Am Freitagabend trafen wir uns am Templiner See mit Mitgliedern des VKF, Templinern und Nachkriegsschülern bei einem rustikalen Buffet und Fackelschein am Bootshaus und besprachen den morgigen Einsatz. Diese Stunden dort am See waren für mich und meine Frau schon sehr interessant, was die Gespräche, Ideen und Visionen der VKF-Mitglieder anbetraf. 

Und am nächsten Tag traf man sich um 9 Uhr am „Stall“, bewaffnet mit Heckenschere, Astschere, Harke und 3! Motorrasenmähern, die Ulrich Schoeneich [langjähriger Bürgermeister Templins], bereit stellte. Mit beispielloser Energie ging er den verwucherten Rasenflächen zu Leibe. Eine zarte Frau des VKF bemächtigte sich mit einem Mäher der Flächen um den Sockel des Joachim Friedrich. Andere schnitten den Weg von Alumnat IV zum Schulhof oder legten die Eingänge der Alumnate von Wildwuchs frei. Ich arbeitete in größerer Gruppe, auch mit dem Stadtverordneten Dr. Albrecht und einem Radiologen. Nicht wenige Templiner, die sich durch Aufrufe in der Zeitung und Plakatierung in der Stadt aufgerufen fühlten, waren dabei. So tummelten sich bestimmt 40 Aktivisten auf dem Gelände, denn auch die Aula mußte ja für das Konzert am Abend wieder hergerichtet werden. Der Aufruf von Frau Lewin, für Ihre Akteure Kuchen zu spenden, blieb nicht ungehört. Es war eine gemeinschaftliche Sache, bei fröhlicher Stimmung. Das Wetter war so schön, so daß die „Marketenderin“ mit frischem Wasser guten Absatz hatte. Auch ich habe geschwitzt. Wir Älteren zogen uns zum Mittagsschlaf zurück und um 16 Uhr gab es die reichlich gespendeten Kuchenberge mit stärkendem Kaffee. Anschließend – es waren wohl 50 Interessierte – stellten sich Wilhelm Gerhardt, Hubert Völker und ich zur Verfügung, um in der Aula über die Schule und ihre geschändete Einrichtung bzw. über das Internatsleben in Gruppen zu berichten. Dabei mußten viele Fragen beantwortet werden, denn es waren ja überwiegend jüngere Leute mit Kindern, die noch nie in den Räumen waren, geschweige denn von der Existenz de JG etwas wußten. Inzwischen hatten fleißige Hände für Blumenschmuck aus dem Lehmann-Garten und dem übrigen Gelände gesorgt. Auf dem Weg zur Aula, in der Vorhalle und in der Aula selbst standen Kübel und Windlichter, so daß wieder ein ganz besonders liebevolle Atmosphäre entstand.  Wie froh waren Heinz-Jürgen und ich, daß wir noch vor Auflösung des Bankkontos der VAJ eine Spende an den VKF geschickt hatten. Man macht sich nicht klar, an was alles zu denken ist, wie Feuerwehr, Versicherungen, Auflagen und mehr. Und alles kostet Geld. 

Der Abschluß durch das Konzert war der absolute Höhepunkt. Auch hier spielte die Freundschaft zu den Interpreten durch den Vorstand des VKF eine Rolle.

Die Aula war fast voll besetzt. Ihr gute Akustik – von uns damals ebenso geschätzt – begeisterte die Künstler. Der weltbekannte Cellist Alban Gerhardt und seine ebenso berühmte Frau Gergana Gergova (Violine) spielten Maurice Ravel, Zoltan Kodaly, J.S. Bach und Reinhold Gliere in einer Vollendung, die das Publikum in ihren Bann zog und es darum wohl nicht abwarten konnte, den Beifall erst nach dem letzten Satz zu spenden. Dabei zeigte sich Alban Gerhardt großzügig, wie er überhaupt für einen Künstler dieses Könnens ungewohnt wohltuend locker war. Es muß jedem Zuhörer bewußt geworden sein, hier etwas ganz Besonderes erlebt zu haben.  Danach kam man noch sehr lebhaft vor dem Aula-Eingang ins Gespräch, bei Wein, Schnittchen und Fackelschein.

Diese vielen Randerscheinungen wollte ich festhalten und denen, die nicht dabei sein konnten, nahebringen. Ich kann nur wiederholen: „Die Hoffnung stirbt nicht!“

Ove Sachse

 

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